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Di | 26.11.2013
Flüchtlinge in Votivkirche / Foto: APA/Georg Hochmuth
11.2.2013
Lage nach Störaktion wieder ruhig
Die Lage in der Votivkirche unter den Flüchtlingen nach der Störaktion einer rechtsgerichteten Gruppe gestern ist nun wieder ruhig. Das erklärte heute Caritas-Wien-Sprecher Klaus Schwertner.
Die Flüchtlinge seien zwar durch die Kälte in der Kirche und den weiterhin aufrechten Hungerstreik geschwächt, der Gesundheitszustand der Betroffenen sei derzeit aber stabil.
"Die Identitären Wiens" Rechtsgerichtete Gruppe in Votivkirche
Schwertner zeigte sich erfreut darüber, dass die Flüchtlinge trotz der "Besetzung" der Kirche von gestern durch neun Mitglieder der rechtsgerichteten Gruppe mit dem Namen "Die Identitären Wiens" ruhig geblieben sind und ihnen sogar Hilfe angeboten hätten - wie auch die Caritas, was die Gruppe aber abgelehnt habe. Die "Störaktion und die Provokation dieser einzelnen Rechten" hätten nicht das erreicht, was sie wollten, sagte Schwertner. Die rechtsgerichtete Gruppe habe schon vor einigen Monaten eine Caritas-Veranstaltung ("Tanz die Toleranz") in Wien-Floridsdorf gestört, berichtete der Caritas Wien-Sprecher.
Fast alle Betroffenen noch im Hungerstreik
Heute Nachmittag war erneut ein Besuch der Johanniter in der Kirche und eine Untersuchung der Flüchtlinge durch den Chefarzt der Rettungsorganisation geplant. Fast alle Betroffenen befinden sich nach wie vor im Hungerstreik. Die Forderungen sind unverändert die selben wie zu Beginn der Proteste - unter anderem der Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylwerber, das Recht auf "menschenwürdiges Wohnen" sowie rasche, qualitätsvolle Asylverfahren. Außerdem hatten die Flüchtlinge in den vergangenen Wochen eine Legalisierung des Aufenthaltsstatus all jener gefordert, die seit Beginn bei den Protesten dabei gewesen waren.